GUBIMA GmbH
          Wenn es uns nicht schon gäbe, müsste man uns erfinden...

  www.gubima.de


       Die Nr. 1 für Gurkenbiegemaschinen

DSL Anschluss

Patentassistentin  
Der Patentservice der GUBIMA GmbH ist in einem Gebäude außerhalb des Firmengrundstücks untergebracht. Die IT-Verbindung zur Firma und zur Außenwelt ist eine bisher vollkommen ausreichende 64 Kbit/s ISDN Leitung, die für den Zugriff auf das Intranet der Firma und auf das Internet genutzt wird.

Eine Patentassistentin schlägt formlos per e-Mail an das Ideenmanagement vor:

DSL  
Ich muss an meinem PC seit einiger Zeit sehr viele Downloads von Dokumentationen machen, die mehrere MB, manchmal sogar 20 MB groß sind. Das führt zu Wartezeiten, die ich nicht sinnvoll nutzen kann und in Folge zu Überstunden (ca. 1 Stunde pro Tag). Ich schlage deshalb für meinen PC einen 1 MBit/s DSL Anschluss vor und lege Screenshots mit Angeboten von der Website der Telekom und von 1&1 bei. Die Mehrkosten liegen bei monatlich ca. 20 € + Installation ca. 100 €.

Die Ideenmanagerin überschlägt: 1 Stunde x 200 Arbeitstage pro Jahr x 50 € Verrechnungssatz ergibt 10.000 € pro Jahr. Mehrkosten pro Jahr 12 x 20 € + 1/3 x 100 € ergibt knapp 300 €. Sie sieht für diesen Vorschlag gute Erfolgsaussichten und holt Gutachten bei der IT ein, die den Vorschlag von der technischen Seite und der Wirtschaftlichkeit her beurteilen soll. Beim Einkauf fordert sie parallel dazu ein Gutachten nach den genauen Kosten sowie nach Alternativen an.

Begutachtung IT:

Mahnungen  
6 Wochen 1. Mahnung per e-Mail
12 Wochen 2. Mahnung per e-Mail
15 Wochen Anruf: Zuständig für Kommunikation ist die Mitarbeiterin Müller. Bitte direkt an sie wenden. Gutachtenanforderung an Frau Müller.

21 Wochen 1. Mahnung per e-Mail
25 Wochen 2. Mahnung per e-Mail
29 Wochen Anruf: Vorgang unauffindbar. Keine Zeit. In SAP Releasewechsel involviert. DSL wird nicht unterstützt. Kommunikations-Provider ist normalerweise Tiscali. Gutachtenanforderung wird nochmals zugeschickt.
30 Wochen Gutachten kommt mit folgendem Inhalt: Sobald der SAP Releasewechsel vollzogen ist, also in ca. 6 Wochen, kann ausführliches Gutachten gemacht werden. Bitte bis dahin Auftragsnummer für Serviceanforderung nachreichen, über den dieses Beratungsprojekt abgerechnet werden kann.

Begutachtung Einkauf:

Einkäuferin  
6 Wochen 1. Mahnung per e-Mail
12 Wochen 2. Mahnung per e-Mail
15 Wochen Anruf: Einkäuferin erinnert sich an den Fall. Gutachten folgt am selben Tag schriftlich mit folgendem Inhalt: Wozu braucht man das? Es gibt doch eine Standleitung in das Internet.


Nehmen wir an, IT, Einkauf und Ideenmanagement kommen irgendwann zu einem positiven Ergebnis und die Patentbeauftragte wird mit der Umsetzung betraut. Markieren Sie alle Antworten der Patentbeauftragten, die in diesem Fall denkbar wären

Ich erinnere mich an den Fall. Es gab eine Zeit, in der sehr viele Downloads nötig waren. Das hat sich seit einigen Monaten erledigt. Ich sehe jetzt keinen Sinn mehr in einem schnelleren Internetanschluss.
Wir haben seit etwa knapp einem Jahr einen solchen DSL Anschluss. Ich weiß, dass es da einen Verbesserungsvorschlag gab. Der DSL Anschluss war aber, wie ich am Eingangsdatum des Verbesserungsvorschlags sehe, schon vorher von mir bestellt.
Schade, dass ich jetzt erst von dieser Optimierungsmöglichkeit erfahre.


Was war der entscheidende Fehler der Ideenmanagerin?

Sie hätte insbesondere bei der IT schneller und hartnäckiger mahnen müssen.
Sie hätte schon die zweite Mahnung telefonisch und nicht per e-Mail machen sollen.
Sie hätte den Vorschlag statt an IT und Einkauf sofort an die Patentbeauftragte weiterleiten müssen.
Sie hätte nach spätestens sechs Wochen die BVW-Kommission einschalten müssen.
Sie hätte frühzeitig den Leiter der IT und den Leiter des Einkaufs einschalten müssen.
Sie hätte die IT und den Einkauf bei der Begutachtung besser koordinieren müssen.